SCHBEKTAKELKELLER
Weinproben, Feiern, Live Musik und mehr





 

Briefe und Reaktionen auf den Artikel  DER RHEINPFALZ 30.01.2024





Sehr geehrte Damen und Herren!
Mit großem Befremden habe ich den Artikel bzgl. des Schbektakelkellers in der Rheinpfalz gelesen.
Meine Frau und ich sind in 2021 nach Edenkoben gezogen, was wir mittlerweile bereuen. Denn außer hier zu wohnen kann man hier fast nichts unternehmen. Es gibt keine Gaststätte, keine Kneipe ja noch nicht einmal eine Weinstube. Und das kulturelle Angebot ist leider auch sehr bescheiden.
Im letzten Jahr haben wir dann den Schbektakelkeller hier in Edenkoben entdeckt. Endlich mal, wenn auch im sehr bescheidenen Umfang, ein kulturelles Angebot. Hier waren wir öfters zu Gast. Es waren immer sehr schöne Abende. Alle hatten Spaß und Freude und es war auch ein Ort der Begegnung und der Kommunikation. Nun geht es für dieses besondere kulturelle Angebot leider nicht weiter da der Veranstalter privat 15 Parkplätze (!) vorweisen muss, was er aber finanziell, verständlicherweise, nicht leisten kann.
Diese Vorgabe ist für uns, und wahrscheinlich für jeden vernunftbegabten Menschen, völlig unverständlich! Es ist ja nicht so dass es in der näheren Umgebung keine Parkplätze gäbe. Der Kirchbergparkplatz steht doch zur Verfügung und ist in den Abendstunden immer nur spärlich belegt - ich wohne in der Nachbarschaft. Warum soll dieser nicht auch für den Schbektakelkeller zur Verfügung stehen? Es ist ein öffentlicher Parkplatz von Steuergeldern finanziert und unterhalten. Wir Steuerzahler als Eigentümer möchten diesen auch für private, kulturelle Veranstaltungen nutzen können.
Es finden ja auch regelmäßig kommerzielle Veranstaltungen in der evangelischen Kirche am Ludwigsplatz in Edenkoben statt. Muss die Kirche, bzw. der kommerzielle Veranstalter, auch entsprechende, private Parkplätze vorweisen? Und falls nicht, wovon ich ausgehe, warum nicht? Gibt es evtl. Ausnahmen von der Stellplatzverordnung? Falls ja, böte sich solch eine Ausnahme ja auch im Falle des Schbektakelkellers an.
Wir Bürger wären so froh endlich mal ein wenig kulturelles Angebot in Edenkoben zu haben! Denn leider gibt es nicht wirklich viele Gründe in Edenkoben zu wohnen und wohnen zu bleiben.
Wir würden uns freuen wenn zumindest im kommunalen Bereich unsere Politiker nicht gegen, sondern für das Interesse der Bürger entscheiden würden! Und wenn die Politik nicht immer besonders darauf achten würde was alles nicht geht, sondern Dinge möglich zu machen. Für die Bürger, und damit auch für die Wähler, da zu sein und sich einzusetzen und zu gestalten. Ist das nicht Ihre eigentliche Aufgabe als Volksvertreter?
Ist das nur Wunschdenken? Im Juni sind Kommunalwahlen, geben Sie uns doch mal Gründe Sie (wieder)zuwählen, anstatt Gründe dafür zu liefern Sie nicht zu wählen. Zur Zeit jedenfalls wissen wir wo wir unser Kreuzchen nicht machen werden. Leider!
Mit freundlichen Grüßen, Joachim Frensel

Hallo lieber Herr Beiwinkel,
ich habe den Artikel in der Rheinpfalz gelesen und war einfach nur fassungslos... Wer hat denn in der Kulturbranche 


90 000,- € für Parkplätze übrig.
Anstatt froh zu sein, dass da jemand ist, der die Stadt aufwertet und solche Veranstaltungen ins Leben ruft, legt man Ihnen nur Steine in den Weg.
Ich werde auf jeden Fall einen Brief an Herrn Lintz schreiben. Man kann das nicht so hinnehmen. Da muss man wirklich dafür kämpfen.
Ich hoffe inständig, dass diejenigen, die zur Lösung des Problems beitragen könnten, ein Einsehen haben und etwas unternehmen.
Herzliche Grüße
Ilona Gratzke



"Ich schreibe Ihnen, um meiner Verwunderung und Verärgerung über den Umgang mit dem Ehepaar Beiwinkel und ihrem Schbektakelkeller Ausdruck zu verleihen. Es geht um den Artikel vom 30.01.2024 in der Rheinpfalz. https://www.rheinpfalz.de/lokal/kreis-suedliche-weinstrasse_artikel,-wegen-fehlender-parkplätze-kulturstätte-schbektakelkeller-darf-nicht-öffnen-_arid,5606061.html (siehe auch Anhang…)
Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, ist mir auf gut Deutsch gesagt die Kinnlade heruntergeklappt.
Kurz zu mir: Ich selber bin professioneller Musiker, genauer gesagt Schlagzeuger aus Bremen und ich durfte diese tolle Räumlichkeit in der Vergangenheit schon mit verschiedenen Projekten bespielen - und möchte es auch gerne wieder tun. Glauben Sie mir aus der Sicht eines Künstlers: Der Schbektakelkeller ist für alle Beteiligten - Musiker wie Publikum - ein sehr besonderer Ort den es so nur einmal gibt, mit einzigartigem Klang und vor allem einzigartiger Atmosphäre inklusive Betreibern, die das ganze liebevoll und aus Liebe zur Kultur machen!
Kulturstätten wie der Schbektakelkeller sind wichtig für alle! Für die, die in dem Bereich tätig sind und für die, die sich ein vielfältiges kulturelles Angebot in Ihrer Region wünschen! Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass die Spielstätten für Musik und Kleinkunst sich aktuell nicht vermehren - leider eher das Gegenteil! Aus Künstlersicht ist das eine katastrophale Situation. Der Einsatz der Beiwinkels muss in meinen Augen gewürdigt und gefördert werden und vor allem entbürokratisiert werden. Leider signalisiert der Artikel genau das Gegenteil und es scheint, als würden hier von behördlicher Seite unnötigerweise (absichtlich) Steine in den Weg gelegt werden, ohne die Tragweite zu hinterfragen. Die Frage nur: Warum? Den Mut ein Projekt dieser Art zu starten beweist heutzutage nicht mehr jeder und dieser Mut ist JEDE Form von Unterstützung wert!
Ich verstehe beim besten Willen nicht (und will es auch nicht!), wie die zuständigen Behörden den Einsatz des Betreiberpaares auf so eine Art und Weise und unter den im Artikel benannten Begründungen ignorieren und im wahrsten Sinne abwatschen können. Das ist eine Ohrfeige vom feinsten für Menschen, die im Sinne und für die Gemeinschaft kreieren und handeln. Und am Ende ist es auch eine Ohrfeige bzw. ein Schlag ins Gesicht für ALLE Kulturschaffenden! Ich kenne weitere Beispiele in meiner Region, wo die Bürokratie absurde Ausmaße annimmt, so dass es eigentlich nur noch peinlich ist - als würden die Kulturschaffenden irgendwas verbotenes oder böses tun.
Ich fordere zum Realismus auf: Es geht hier am Ende nicht um Großveranstaltungen mit hunderten oder tausenden Besuchern, sondern um „Kleinkunst“ und Veranstaltungen mit einem kleinen aber feinen Publikum, welches genau diese Art Kulturveranstaltungen schätzt und unterstützt und die Reichweite und den Bakanntheitsgrad erhöht - langfristig gesehen mit Sicherheit auch den Ihrer Stadt. Um diese Form von Kultur am Leben zu erhalten brauchen wir unsere Orte, als Gemeinschaft und aus Künstlersicht - nach der Pandemie und in diesen speziellen Zeiten umso mehr! Es geht hier um gesellschaftliche Aspekte und die Wichtigkeit solcher Veranstaltungsorte. Jeder Mensch, der solche Veranstaltungen und Veranstaltungsorte besucht, tut dies aus gutem Grund und hat bestimmt nicht als erste Priorität, ob es ausreichend Parkplätze gibt oder dass die Toiletten ein Flachdach haben - entschuldigen Sie, aber das ist wirklich absurd! Wir bewegen uns fernab vom Mainstream und wer diese Form von Kultur in Anspruch nimmt, macht sicherlich auch gerne Abstriche bzw. Kompromisse hinsichtlich der infrastrukturellen Gegebenheiten.
Kultur verbindet Menschen, Kultur inspiriert, Kultur ist Bildung - und Bildung ist eines unser wichtigsten Güter!
Der Gedanke einen Ort für Kultur zu schaffen, sollte auch in Ihrem Sinne sein! Die Stadt Edenkoben und der Umkreis können davon nur profitieren und es wirkt wirklich absurd, das Projekt von Parkplätzen abhängig zu machen. Diese bürokratischen Hürden sind nur sehr schwer zu ertragen und wirken sehr konstruiert und ich bitte Sie inständig: Brücken bauen, statt Parkplätze fordern!
Es geht hier um den Erhalt und die Bereicherung unserer kulturellen Infrastruktur! Und trotz des Frusts: Die Beiwinkels möchten einen Ort schaffen der verbindet, bereichert und inspiriert - mit viel Liebe zum Detail und zur Sache selbst! So habe ich diese Menschen kennen und schätzen gelernt… Überzeugen Sie sich doch am besten selber davon und versuchen Sie, die Hürden zu beseitigen - im Sinne aller beteiligten!
Ich schließe meine E-Mail mit Nitzsche: „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum!“
Mit den besten Grüßen aus Bremen
Maximilian Suhr"

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider ist festzustellen dass sich nun auch Edenkoben in die Liste der Städte und Gemeinden einträgt, die den lokalen Veranstaltern immer mehr Hindernisse in den Weg legen. Als lokalem Musiker sind mir in den letzten Jahren immer mehr Möglichkeiten zu Auftritten abhanden gekommen, es geht fast gar nichts mehr.
Aber vielleicht ist das seitens der Gemeinden/Städte so gewollt. Man kann sich natürlich sehr viel besser im Glanz überregionaler Künstler sonnen, eine kleine lokale Location gibt da natürlich nicht viel her.
Alles in allem wieder mal ein Sargnagel für die regionale Kultur.
Mfg
Thomas Hartke


Chers amis/ies im Rathaus Edenkoben,
Freunde, Fans, haben mir einen Zeitungsartikel zukommen lassen, bei dem ich schon sehr perplex bin. Milde ausgedruckt
Ich wollte mich wieder, nach dem Erfolg 2023- wo ich mit Musiker, 2 Abende hintereinander restlos ausverkauft war, im Schpetakelkeller,  bewerben, im Rahmen meiner 3 Jährige Abschiedstour.
Bei meinem auftritt war der Keller voll, und irgendwo haben diese Menschen wohl auch geparkt. Auf jeden Fall hat die Parkplatzsuche, nicht die Stimmung betrübt.
Das soll jetzt nicht mehr so möglich sein.
Ich bin zwar nur ein Künstler,
-der allerdings seit 40 Jahren meine Familie und die Familien meiner Bandmitglieder durch meine Kunst teilweise durchfüttert,
-der hier in Deutschland Rente bekommt, weiterhin Kassen und Steuern bezahlt,
-der in und nach der Covid Zeit erlebt hat wie viele Kulturveranstalter verschwunden sind von der Kultur Bildfläche,
Da bin ich schon geschockt, dass wieder ein potentieller Auftraggeber aufgeben muss.
Ich bin ja in ganz Deutschland unterwegs. Erlebe da dass Gemeinde selbst immer weniger Budget für Kultur haben, und wenn überhaupt, unsere Preise ins unendliche runterdrücken.
Wenn dazu nach und nach noch alle private Unternehmer, Menschen die die Kultur lieben, die noch Risiken eingehen,
wenn es denen nicht mehr möglich ist wegen -was weiß ich welche Anordnungen- zu arbeiten, dann Adieu la Culture.
Edenkoben, kann so ne schöne Stadt sein, zieht immer wieder Touristen an, da sollte man die Kultur fördern statt sie zu bremsen.
Und gerade jetzt, wo in Deutschland wie in Frankreich, gewissen Ideologien an der Oberfläche kommen, Ideologien wo freie Kultur und Denken keine Rolle mehr spielen soll, sollte man uns eher fördern statt auszubremsen.
Ich gehe davon aus, dass in ihren Behörden Menschen sind mit gutem Willen und Verständnis für uns freischaffende Künstler und Unternehmer.
Nehmen -sie uns nicht unsere Arbeitsmöglichkeiten weg. Bitte!
Fans werden mir da wohl berichten wie es in dieser Sache weitergeht.
Ich will fest dran glauben das sich eine Lösung finden lässt die allen zufrieden stellt.
PS naturellement, hätte ich in meiner Muttersprache Französisch alles viel diplomatischer/ feiner ausgedruckt. Sie verstehen das.
Ich erlaube mir eine Kopie an die Presse- die ja auch regelmäßig über meine Konzerten in RLP berichtet- zu senden.
Avec mes amitiés musicales.
Marcel Adam


Sehr geehrter Herr Landrat Seefeldt / Sehr geehrter Herr Bürgermeister Lintz,
ich wende mich heute an Sie, um meine tiefe Besorgnis über die aktuellen Entwicklungen bezüglich der Kleinkunstbühne "Schbektakelkeller" in Edenkoben zum Ausdruck zu bringen, wie sie kürzlich im Artikel "Keine Stellplätze, keine Kultur" in der Rheinpfalz thematisiert wurden. Es ist mir zu Ohren gekommen, dass die Stadt den Betrieb der Kleinkunstbühne, die von der Winzerfamilie Beiwinkel in ihrem Gewölbekeller etabliert wurde, untersagt hat, angeblich aufgrund des formellen Mangels an Parkmöglichkeiten.
Als langjähriger Besucher dieser bemerkenswerten kulturellen Einrichtung kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das Argument des Parkplatzmangels nicht stichhaltig ist. Meine Frau und ich haben über die Jahre hinweg zahlreiche Veranstaltungen besucht und haben nie Schwierigkeiten gehabt, einen Parkplatz in angemessener Nähe zu finden. Die Qualität der gebotenen Konzerte und Lesungen ist von unschätzbarem Wert für die lokale Kulturszene.
Es wäre äußerst bedauerlich, wenn dieses kulturelle Juwel aufgrund bürokratischer Hürden erlöschen würde. Edenkoben benötigt dringend solche kulturellen Angebote, die das Leben in der Stadt bereichern und das kulturelle Erbe fördern.
Ich appelliere daher an Sie als Vertreter des Landkreises bzw. der Stadtverwaltung, alternative Lösungen zu finden, um den Betrieb der Kleinkunstbühne zu ermöglichen und die kulturelle Vielfalt in Edenkoben zu bewahren.
Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Bemühungen in dieser Angelegenheit.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Holger van Lishaut


Sehr geehrter Herr Stadtbürgermeister Linz
Sie haben in Ihrer schönen und lebenswerten Stadt auch dieses wunderbare Angebot des Schbektakelkellers der Familie Schneider- Beiwinkel.
Ich wende mich mit der herzlichen Bitte an Sie , alles Gangbare zu tun um den Erhalt des Schbektakelkellers in Edenkoben auch weiter zu gewährleisten.
Selbstverständlich sind bürokratische Rahmenbedingungen notwendig, andererseits braucht bürgerschaftliches Engagement jegliche Unterstützung von Politik und Gesellschaft.
Hier engagieren sich zwei Menschen und langjährige Bewohner*innen der Stadt Edenkoben um ihren Teil beizutragen, ein wenig mehr Kultur und Lebensfreude in die Stadt zu bringen, ein Angebot, dass die Lebenswelt im Kreis und in der Stadt bereichert hat.
Leider scheint es derzeit keinerlei Zugeständnisse zu geben, dieses Engagement zu fördern oder zumindest nicht zu behindern.
Auch wir haben, wie viele andere auch , schöne Abende und Nachmittage im Garten und im Keller Schneider- Beiwinkel verbracht.
Sehenswerte und hörenswerte Kleinkunst in einem mit viel Liebe, Begeisterung und Engagement gestalteten Ambiente, haben unvergessene und überraschende Stunden ermöglicht.
Wenn engagierte Menschen nicht erfahren, dass nach Kompromissen gesucht wird, sondern sich ausschließlich Hürden und unüberwindbare Barrieren aufbauen, braucht sich eine Gesellschaft nicht zu wundern, wenn sich Menschen ins Private zurückziehen.
Deswegen mein herzliches Plädoyer an Sie, dem die Lebensfreude und Kultur in seiner Stadt ein Herzensanliegen ist, vertretbare Lösungen zu finden, damit dieses Kleinod in Edenkoben erhalten bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Annett Nicola-Imhoff Speyer



Keine Stellplätze, keine Kultur Es ist einfach nur traurig, dass Verwaltungsvorschriften so wenig zum Engagement von Menschen passen, die sich für Kulturschaffende und Lebensfreude von den Besuchern solcherVeranstaltungen einsetzen, wie aus ihrem Artikel in der Südpfalzausgabe der Rheinpfalz vom 30.01. 2024 zum Nutzungsverbot des „Schbektakelkellers“ in Edenkoben hervorgeht. In der Coronakrise konnten bereits keine Auftritte stattfinden, wodurch viele Künstlerinnen und Künstler in existentielle Not gerieten und manche ganz aufgeben mussten. Die Menschen mussten jahrelang auf soviel anregende, berührende, erheiternde und ihre Alltagssorgen vertreibende Unterhaltung und Genuss verzichten. Jetzt verhindert eine Verwaltungsvorschrift, dass der Kulturbetrieb weitergeht. Der Veranstalter könne keine Parkplätze vorweisen. Als treue Besucherin der Kulturangebote im „Schbektakelkeller“ habe ich bisher auf dem dem Kirchbergplatz mein Auto parkieren können. Es gab dort in den Abendstunden immer viele freie Stellplätze. Warum sollte der Platz nicht auch weiterhin zweckbestimmt, nämlich zum temporären Abstellen des Fahrzeugs während eines Besuchs in der Nähe genutzt werden? Natürlich wäre es begrüßenswert, wenn es einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr auch im ländlichen Raum gäbe, der im Sinne von „Park & Ride“, die Binnenbereiche der Städte und Dörfer vom individuellen (ruhenden) motorisierten Verkehr entlasten würde und das leidige Parkplatz-(Nachweis) Problem damit hinfällig würde: Aber das sind fromme Wünsche! Im vorliegenden Fall kan man nur hoffen, dass der Kreisrechtsausschuss, wo der Fall anhängig ist, eine konstruktive Lösung findet, die für alle Beteiligten einen Ausweg aus dem Dilemma aufzeigt.
Cornelia Stump Bad Dürkheim


Schreiben von Landrat Dietmar Seefeldt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Ausführungen kann ich hinsichtlich der von Ihnen vorgebrachten, kulturellen Aspekte sehr gut nachvollziehen. Der Kreisverwaltung und mir ist grundsätzlich ebenfalls daran gelegen, dass derartige Angebote innerhalb des Landkreises erhalten und gefördert werden. Eine Zulassung derartiger Bauvorhaben bzw. ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Baugenehmigung kann jedoch aus rechtsstaatlicher Sicht nur dann erfolgen, wenn die hieran gestellten gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Vorschriften gelten für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen. Als Landrat habe ich auf die Anwendung der geltenden Gesetzeslage keinen Einfluss. Auch die untere Bauaufsichtsbehörde kann diesbezüglich keine Umformung geltender Vorschriften zugunsten eines Bauvorhabens vornehmen.
Die Landesbauordnung für Rheinland-Pfalz stellt an bauliche Anlagen sowie andere Anlagen und Einrichtungen, bei welchen ein Zugangs- oder Abgangsverkehr zu erwarten ist, die Anforderung, dass diese nur errichtet werden dürfen, wenn Stellplätze in ausreichender Zahl und Größe sowie in geeigneter Beschaffenheit hergestellt werden. Es handelt sich somit um nach dem Gesetz notwendige Stellplätze, welche grundsätzlich auf dem Vorhabengrundstück selbst herzustellen sind. Ich möchte im Hinblick auf das Stellplatzerfordernis darauf aufmerksam machen, dass in vielen Ortschaften im Landkreis die Parksituation bereits ohnehin durch Anwohner und Besucher ausgelastet ist. Mit der Anforderung zur Herstellung von Stellplätzen für das Bauvorhaben soll daher eine Entlastung des öffentlichen Verkehrsraumes und eine Verminderung des Parkplatzsuchverkehrs angestrebt werden. Dies ist auch im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der übrigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Vermutlich würden Sie das auch in Ihrem Wohnumfeld von der zuständigen Behörde erwarten bzw. einfordern.
Ich hoffe, dass ich Ihnen die Hintergründe und die baurechtliche Situation verständlich darlegen konnte.
Mit freundlichen Grüßen von der Südlichen Weinstraße
Dietmar Seefeldt
Landrat





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